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Another (coffee) to go – Studentische Cafés an der Uni Hannover

Wieder beginnt ein Wintersemester und lässt damit uns naselaufenden, vor den aussenseitigen Temperaturen und Windböen erzitternden Studis bald wieder allein, paar- oder traubenweise Laub und Pfützeninhalte in den Gängen und Seminarräumen unserer Uni verteilen. Ebenfalls voller werden dann die handvoll studentischen Cafés an unserer Hochschule, deren Angebot an günstigem Kaffee, Tee, Brötchen, Snacks und allerlei sonstigem gerade bei unfreundlichem Wetter wie gelegen kommt.
Das Urgestein unter der handvoll studentischer Cafés, die hanOMacke, besteht bereits seit 1977 – ursprünglich gegründet am Campus auf dem Hanomag-Gelände, nahmen die Studierenden des Fachbereichs Jura ihr Café beim Umzug an den Conti-Campus einfach mit. Bis zur Einführung des Rauchverbots von kettenrauchenden Juristen bevölkert, hat die hanOMacke unter der Woche auch ab und zu abends auf und lädt zum gemeinsamen Fussball schauen auf der Leinwand, verschiedenen, auch politischen Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, Kartenspielturnieren oder auch einfach zum netten Feierabendbier ein.

Gegenüber der hanOMacke, am Ende des Korridors im Erdgeschoss des Conti-Hochhauses versteckt sich gleich das nächste (kleinere) Café der Studierenden des Fachbereichs Literatur- und Sprachwissenschaften: das Café-T. Wie in allen anderen unserer Kaffeestuben gibt es auch hier das namensgebende Getränk für schlanke 0,50 €, daneben verschiedene Tees, Säfte, Softdrinks, Brötchen, Schokoriegel und im Sommer sogar Eis. Während die Hanomacke gerade im Winter eigentlich immer gut besucht ist, ist es hier meist ruhiger – der ideale Platz also, um sich zwischen den Veranstaltungen noch mal kurz mit seinen Seminartexten zu beschäftigen oder sich vom hier traditionell am stärksten grassierenden Kniffel-Fieber anstecken zu lassen. Wie auch alle anderen Kaffee-Kollektive, freuen sich auch die netten KommilitonInnen vom Café-T immer über Zuwachs – und wer Spass daran hat, sich in endlosen Diskussionen über die Spitzfindigkeiten der deutschen und englischen Sprache zu ergehen ist hier auf jeden Fall richtig. Donnerstagabends um 18 Uhr trifft sich hier zudem die „Englisch Conversation Group“, für alle die ihr Englisch in ungezwungenem Rahmen etwas aufpolieren wollen.

Immernoch rauchgeschwängert versteckt sich der Elchkeller unter dem Sozialwissenschafts und Geographie-Gebäude am Schneiderberg 50 (hinter der Hauptmensa). Die ausgezeichnete Musik läuft hier meist lauter, die Luft ist noch dicker als anderswo und das Licht dunkel: Der Elch lockt mit gemütlichen Sofas, Krökelmeisterschaften, batteriebetriebenen Gesellschaftsspielen, im Semester regelmäßig stattfindenden Filmabenden und ebenfalls sehr netten KommilitonInnen.

Von den Studierenden des Fachbereichs Sport wird mit ähnlicher Aufopferung das Café Baracke im Unisportzentrum am Moritzwinkel betrieben. Die Baracke hat während des Semesters an drei bis vier Abenden in der Woche auf und bietet so die ideale Gelegenheit, die bei einer der zahlreichen Unisport-Veranstaltungen vor Ort ausgeschwitzten Kalorien dem Körper wieder zuzuführen. Zudem trifft sich hier der Fachschaftrat der Sportwissenschaften. Wie alle Cafés ist also auch die Baracke Anlaufpunkt zur Klärung von bohrenden ErSiefragen über Studium und Stundenpläne.

Vom Studierendenrat Geschichte betrieben wird das HistorikA-Café im HistorikerInnen-Gebäude im Moore. Neben den hier natürlich ebenfalls zu genüge vorhandenen netten, hilfsbereiten, gutaussehenden KommilitionInnen und Fachratsmitgliedern, stehen die Chance hier nicht schlecht, einem der Spieler des legendenumwitterten Historiker-Fussballteams FC Kniefall Warschau über den Weg und die das Autogramme zeichnen gewöhnten Finger zu laufen.

Nicht weit vom HistorikerInnen-Gebäude entfernt öffnet jeden Mittwoch abend dann noch das wohl ungewöhnlichste, weil am wenigsten studentische Café an unserer Uni seine Tür – der Stumpf. Ebenfalls von einem unabhänigem Kollektiv betrieben ist der Stumpf wohl das, was man als authentischen Punkerschuppen bezeichenen würde, wenn es Sinn machen würde, so einen Begriff darauf anzuwenden- Hier unten ist es auf jeden Fall dreckig, laut, schlecht belüftet und beleuchtet undsomit der perfekte Laden für den gepflegten Feierabendabsturz. Das günstigste Bier kostet soviel wie der Kaffee in den anderen Cafés – Kaffee gibt’s dafür wohl keinen. Passt auch nicht zur Musik. Hier finden zudem regelmäßig Hardcore- und Punk-Konzerte statt. An den anderen Tagen der Woche proben hier zudem diverse Bands. Zu finden ist der Stumpf unter dem AStA, im Theodor-Lessing-Haus hinter dem Hauptgebäude.

informationen/kontraste_2010-10_studentische_cafes.txt · Zuletzt geändert: 2010/10/05 03:08 von hedwig